Nachdem Kinder mit Gewaltvideos gespielt haben zeigen sie weniger Mitleid. Zu diesem Ergebnis kam Rita Steckel, die im Rahmen ihrer Dissertation an der Fakultät für Psychologie an der Ruhr-Universität Bochum die Auswirkungen von Gewaltspielen auf das Verhalten von Kindern untersuchte.
Dies ist nicht verwunderlich. In den Gewaltvideos wird Trauer oder Mitleid mit dem Schwachen nicht gezeigt.
Die Psychologin Rita Steckel befürchtet, daß die abgeschwächte Mitleidfähigkeit langfristig zu einem Abbau von Aggressionshemmungen führt.
Bei den Untersuchungen spielten die Kinder "nur" 30 Minuten. Die im Zuge der Untersuchung befragten Kinder spielten täglich jedoch teilweise mehr als drei Stunden. Bei den Jungen sind 30 Prozent der Spiele Kampf- und Gewaltspiele.
Ist es da nicht verwunderlich wenn Gewalt
unter Kindern und Jugendlichen zunimmt? Werden Kinder und Jugendliche nicht
zur Gewalt erzogen? Die Vermittlung von Liebe und Mitgefühl sind ein
Bestandteil der Kindererziehung. Was wird aus diesen Kindern werden? Werden
sie zu Menschen werden die in 2. Timotheus 3:1-5 wie folgt beschrieben
werden: "... eigenliebig, den Eltern ungehorsam, ohne natürliche Zuneigung,
ohne Selbstbeherrschung, brutal ...".
Quelle: Berliner Morgenpost 11.01.1998