Detlef Zwarg                                                     Zeitung A bis Z    

Nach Gewaltvideos zeigen Kinder wenig Mitleid

Nachdem Kinder mit Gewaltvideos gespielt haben zeigen sie weniger Mitleid. Zu diesem Ergebnis kam Rita Steckel, die im Rahmen ihrer Dissertation an der Fakultät für Psychologie an der Ruhr-Universität Bochum die Auswirkungen von Gewaltspielen auf das Verhalten von Kindern untersuchte.

Dies ist nicht verwunderlich. In den Gewaltvideos wird Trauer oder Mitleid mit dem Schwachen nicht gezeigt.

Die Psychologin Rita Steckel befürchtet, daß die abgeschwächte Mitleidfähigkeit langfristig zu einem Abbau von Aggressionshemmungen führt.

Bei den Untersuchungen spielten die Kinder "nur" 30 Minuten. Die im Zuge der Untersuchung befragten Kinder spielten täglich jedoch teilweise mehr als drei Stunden. Bei den Jungen sind 30 Prozent der Spiele Kampf- und Gewaltspiele.


Ist es da nicht verwunderlich wenn Gewalt unter Kindern und Jugendlichen zunimmt? Werden Kinder und Jugendliche nicht zur Gewalt erzogen? Die Vermittlung von Liebe und Mitgefühl sind ein Bestandteil der Kindererziehung. Was wird aus diesen Kindern werden? Werden sie zu Menschen werden die in 2. Timotheus 3:1-5 wie folgt beschrieben werden: "... eigenliebig, den Eltern ungehorsam, ohne natürliche Zuneigung, ohne Selbstbeherrschung, brutal ...".
 

 

Quelle: Berliner Morgenpost 11.01.1998



 Mehr Wissen über die Inhalte der Bibel, können Sie in einem kostenlosen Bibel-Seminar erhalten.